„Oben Erde, unten Himmel“
von Milena Michiko Flašar
07.-14.06.2026
Buch und Autorin
Grußwort der Autorin
Ganz Mainz liest Oben Erde, unten Himmel! Was für eine Freude das für mich ist! Gemeinsam mit Suzu und Herrn Sakai, den beiden Hauptfiguren des Romans, darf ich in Ihre schöne Stadt kommen.
In dem Buch geht es um den Tod. Suzu heuert bei Herrn Sakais Leichenfundortreinigungsfirma an. Dabei lernt sie, was Leben bedeutet, nämlich Gemeinschaft, Verbindung und Zuwendung. Das vielfältige Programm von Mainz liest macht dies anschaulich: Wir werden einander an den unterschiedlichsten Orten begegnen und die wunderbare Möglichkeit haben, uns über den Umweg der Literatur über die ersten und letzten Dinge auszutauschen.
Ein Buch steht nie für sich allein da. Gedanken treffen auf Gedanken, Worte auf Worte. Das Lesen eines Buches lädt dazu ein, sich auf Fremdes und Andersartiges einzulassen. Es stärkt unsere Empathiefähigkeit und macht uns zu freundlicheren Menschen.
Darauf freue ich mich besonders: mit Ihnen zusammen die Freundlichkeit zu feiern, zu der die Literatur uns dankenswerterweise anstiftet.
Bis bald in Mainz!
Milena M. Flašar


©Helmut Wimmer
Ein heimlich abgebrochenes Studium, eine enttäuschte Liebe, ein verlorener Job – die 25-jährige Suzu ist an einem Tiefpunkt angelangt, als sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Zwar hat sie den Überblick verloren, was genau in der Stellenbeschreibung des Herrn Sakai stand, sagt ihm aber zu.Über das Buch
Nun ist sie Teil seines Leichenfundort-Reinigungsteams, das Wohnungen von Kodokushi-Fällen, also von allein verstorbenen Personen, gründlich säubert.
Die Heldin und ihre äußeren Umstände bilden eine aberwitzige Kombination, die die Autorin Milena Michiko Flašar genial gesetzt hat. Die in der Großstadt lebende junge Frau, deren Sozialkontakt sich bisher auf ihren Hamster beschränkte, öffnet sich über die Beschäftigung mit dem, was der Tod hinterlässt, dem Leben.
Milena Michiko Flašar, geboren 1980 in St. Pölten, hat in Wien und Berlin Germanistik und Romanistik studiert. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters. Ihre Werke, u.a. Romane wie Ich nannte ihn Krawatte (Longlist des Deutschen Buchpreises 2012) und Herr Kato spielt Familie wurden in viele Sprachen übersetzt, auf die Bühne gebracht und mit zahlreichen Preisen geehrt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Wien.Über die Autorin
Danke, dass ihr das so toll organisiert!
Patricia Küll


Wunderbares Buch!! Das ist so klasse, dass „Mainz liest…“ dieses Meisterwerk ausgewählt hat!
gurubean
Veranstaltungen

Begegnungsorte und Mitmachaktionen
Eigenes Haiku schreiben
Mainz liest e.V.
Haben Sie schon einmal ein Gedicht geschrieben? Vielleicht als kleines Geschenk für einen lieben Menschen oder einfach für sich selbst, aus Freude am Schreiben? Oder haben Sie sich bisher noch nie ans Dichten herangetraut?
Im Roman Oben Erde, unten Himmel kalligraphiert ein Mönch Haiku. Das sind kurze Gedichte, die mit nur wenigen Worten ganze Bilder und Stimmungen entstehen lassen. Inspiriert davon lud der Verein Mainz liest e.V. alle Interessierten herzlich ein, selbst kreativ zu werden und ein eigenes Haiku zu schreiben. Die Haiku wurden im Rahmen der Abschlussveranstaltung in einer kleinen Ausstellung präsentiert
Schenk uns dein Lieblingswort!
Nimmerland Kinderbuchhandlung | Gonsenheim
Die Nimmerland Kinderbuchhandlung sammelte eine Woche lang vortreffliche, fulminante und besonders bestechende Lieblingswörter und hing diese an einer langen Schnur quer durch den Laden, damit sich alle daran erfreuen konnten! – Und neue Wörter lernen konnte man so auch. Für kleine und große Menschen ab vier Jahren.
Festivalcafé in der Fetten Henne
Fette Henne; Mainz liest e.V. | Neustadt
Auch in diesem Jahr konnte man während der gesamten Festivalwoche im Café Fette Henne zusammenkommen und den Roman erleben. Es lagen genügend Exemplare aus, um in Ruhe einzutauchen in Suzus Welt. Auf der Speisekarte des Cafés fand man in der Woche einige Speisen aus dem Buch wieder, an den Wänden konnte man die schönsten Zitate entdecken. Ein toller Begegnungsort!
Tisch der Begegnung
Cityseelsorge | Altstadt
Alleine sein kennen nicht nur die Protagonisten in dem Buch Oben Erde, unten Himmel. Auch in unserer Gesellschaft vereinzeln immer mehr Menschen. Deshalb lud die Cityseelsorge alle ein, zu einem langen Tisch der Begegnung: Jede:r konnte an dem langen Tisch vor der Gedenkstätte St. Christoph Platz nehmen, einen Kaffee oder Tee trinken, ins Gespräch kommen, neue Kontakte und Beziehungen knüpfen. Die Cityseelsorge Mainz und der Weltladen luden herzlich dazu ein.
Lesung und Spaziergang
Stadtteiltreff Gonsenheim | Gonsenheim
Bei einem Spaziergang durch Gonsenheim, bei dem einige Haltepunkte zum Verweilen eingeplant waren, wurden die Besucher:innen durch „Texte gegen Einsamkeit“ inspiriert.
Manche konnte etwas zu trinken und zu essen einpacken, gerne auch eine Kleinigkeit, von der man anderen Teilnehmenden etwas anbieten konnte. An dem Tag wurde in Gemeinschaft gelaufen, der schöne Stadtteilt Mainz-Gonsenheim entdeckt und wurden gemeinsam schöne Erlebnisse gehabt.
Trefft Milena Michiko Flašar!
Mainz liest e.V.; Fette Henne | Neustadt
Im Café Fette Henne konnte man zusammenkommen und in Ruhe eintauchen in Suzus Welt. Neben genügend Exemplaren des Romans zum Stöbern standen auch ausgewählte Speisen aus Oben Erde, unten Himmel auf der Karte. Ein toller Ort, um einander und der Autorin Milena Michiko Flašar zu begegnen, die zum Gespräch und Signieren der Bücher anwesend war.
Hanami. Kirschblütenpicknick im Landesmuseum
Mainz liest e.V.; Landesmuseum Mainz | Altstadt
Ein Kirschblütenpicknick im Sommer? Mainz liest machte es möglich!
Der Verein verabschiedete seine diesjährige Festivalautorin Milena Michiko Flašar stilecht mit einem Hanami im Innenhof des Landesmuseums und lud herzlich ein, miteinander und mit der Autorin bei einem gemütlichen Picknick ins Gespräch zu kommen. Man tauschte sich über das bereits hinter einem liegende Festival und über all die spannenden Themen aus, die im Laufe der Woche bereits behandelt wurden.
Alle, die Lust auf noch mehr Literatur und Japan hatten, konnten die im Laufe des Festivalzeitraums eingesendeten Haikus unter freiem Himmel lesen oder sich beim Falten von Kirschblüten kreativ austoben. Eine Abschlusslesung der Autorin gab es natürlich auch!

Führungen und Vorträge
Himmelsentdeckungen
Evangelische Kirchengemeinde Mainz-Gonsenheim | Gonsenheim
„Noch, dachte ich, könnte ich einen Rückzieher machen“, sagt Suzu vor ihrem ersten Einsatz im neuen Job. Aber sie bleibt dran. Ein Grenzganz zwischen Leben und Tod beginnt, zwischen Achtsamkeit und Ekel, Einsamkeit und Freundschaft. Immer weiter wagt sich Suzu aus der Deckung ihres leicht schrulligen Lebens mit Hamster und öffnet Türen zu Erfahrungen, die sie mit ungeahntem (oder einfach nur verschüttetem?) Sinn erfüllen. Was ist das, was Suzu entdeckt – auch dank der skurril-liebenswerten Menschen, denen sie begegnet? Es scheint etwas zu sein, das dem Leben Würde und Kostbarkeit verleiht. Auch nach dem Tod. Und wofür es sich lohnt, da zu sein.
Vor dieser Kulisse wurde Gottesdienst gefeiert. Mit feiner Musik und anderen Lockstoffen. Eine Foto-Ausstellung war im Raum: „Ebenbilder – wenn Gott sich sehen lässt“.
Zwischen zwei Welten – japanisch deutsche Perspektiven auf „Oben Erde, unten Himmel“
Kulturabteilung der Landeshauptstadt Mainz in Kooperation mit Mainz liest e.V. und mit freundlicher Unterstützung des NIKO NIKO Tei | Altstadt
In diesem Vortrag nahm Marion Grein die Besucher:innen mit auf eine persönliche und zugleich kulturreflexive Reise durch Japan und Deutschland – inspiriert von Milena Michiko Flašars feinsinnigem Roman „Oben Erde, unten Himmel.“
Begegnung mit dem Tod – Was Kinder brauchen, was Bücher leisten. Ein Informations- und Gesprächsabend für Eltern
Nimmerland Kinderbuchhandlung in Kooperation mit Trauernde Eltern und Kinder Rhein-Main e.V. | Gonsenheim
Der Tod gehört zum Leben – und doch fällt es vielen Erwachsenen schwer, mit Kindern darüber zu sprechen. Wie viel sollen Kinder wissen? Wie ehrlich dürfen wir sein? Und wie können wir ihnen Halt geben, wenn im Familien- oder Freundeskreis jemand stirbt?
An diesem Abend wurde gezeigt, wie wir Kindern einen natürlichen, offenen und zugleich behutsamen Zugang zum Thema Tod ermöglichen können und warum klare, ehrliche Kommunikation so wichtig ist. Darüber hinaus wurde darüber gesprochen, wie Bilderbücher in krisenfreien Zeiten helfen können, Kinder im Alltag an die Themen Abschied und Tod und den Kreislauf des Lebens heranzuführen. Außerdem wurde gezeigt, wie Bilderbücher Kindern in Abschieds- und Trauersituationen helfen können, Gefühle auszudrücken und Trost zu finden.
Psychoanalytische Gedanken zum Roman „Oben Erde, unten Himmel“
Mainzer Psychoanalytisches Institut (mpi); Landesmuseum Mainz | Altstadt
Zwei sozial isolierte junge Menschen finden durch die unmittelbare Begegnung mit dem Tod – genauer: mit den Hinterlassenschaften einsam Verstorbener – zu einer lebendigen Teilnahme am sozialen Leben. Positive und negative Emotionen sowie zum Teil drastische sinnliche Erfahrungen (riechen, sehen, schmecken, berühren) spielen dabei eine zentrale Rolle. Hilfestellung leistet dabei ihr väterlicher Chef einer Leichenfundortreinigungsfirma. Was zum seelischen Rückzug der jungen Menschen geführt hatte, welche psychischen Abwehrmechanismen – ursprünglich durchaus notwendig zum Selbstschutz – ihre Einsamkeit aufrechterhalten haben und wie sie durch die Auseinandersetzung mit den Wohnungen und Gegenständen der Toten nicht nur diese, sondern auch sich selbst wieder als lebendig erfahren, wurde in einem psychoanalytisch orientierten Vortrag näher untersucht und mit dem Publikum diskutiert.
Suzus sommerliches Japan: Eine Führung durch den Botanischen Garten
Ralf Omlor (Botanischer Garten JGU) | Bretzenheim
Im angehend heißen Sommer wurde sich angeschaut, wie sich die Pflanzen Japans in ihrer mehr beständigen Phase im Botanischen Garten in Mainz präsentieren. Im Sommer schaffen sie die Grundlagen für die farbenfrohen Veränderungen im Herbst, die folgende Überwinterung und das blütenreiche Austreiben im Frühling.
Anders als bei diesen bunteren Highlights des Aufbruchs der Natur im Frühling, bewundert in der Tradition des Kirschblütenfestes, und dem farbigen Rückzug der Natur im Herbst, in dem die Herbstfarben besonders wahrgenommen werden, geht es im Sommer ruhiger und gelassener zu.
Gemeinschaft leben am Beispiel zweier Wohnprojekte
Leseleckereien der evangelischen Erlösergemeinde Mainz-Kastel | Mainz-Kastel
Der Roman „Oben Erde, unten Himmel“ konfrontiert uns mit dem Thema Einsamkeit, nicht nur der Einsamkeit im Sterben, sondern auch der Einsamkeit junger Menschen wie Suzu und Takada.
Es wurde gezeigt, wie soziale Wohnprojekte zur Prävention von Einsamkeit beitragen können.
Ausgehend von ihren eigenen Motiven stellte Gabi Müller Maßnahmen vor, mit denen die Bewohner:innen des Blauen Hauses ihre Hausgemeinschaft ausgestaltet haben. Vorgestellt wurde auch ein weiteres Wohnprojekt in Mainz-Kastel: GliK – Gemeinsam leben in Kastel e.V. zusammen mit dem Kulturverein Castanea e.V. Gemeinsames Ziel dieser Vereine ist gemeinschaftliches Wohnen und die Begegnung im Quartier. Mitglieder beider Vereine erläuterten deren Struktur und Aktivitäten.
Im Anschluss wurden im Gespräch gemeinsam Ideen gesammeln, wie Gemeinschaft auch in Mehrfamilienhäusern oder innerhalb von Reihenhaussiedlungen gefördert werden kann.
Japan – Gesellschaft, Natur und Musik
Kerstin Landvogt; Thomas Koch; Doris Adler-Koch | Gonsenheim
„Seit über dreißig Jahren lebe ich im Westen Japans, und zu meinem großen Entzücken weiß ich heute deutlich weniger als bei meiner Ankunft.“ – Pico Iyer
Ein Nachmittag in der Kinderwaldakademie über das unbekannte Japan: seine Liebe zur Natur und was Pflanzen mit Leichen gemeinsam haben. Warum die Jungen Blüten lieben und Alte in den Wald gebracht wurden. Im Kontrast dazu der Alltag in der Stadt, die große Einsamkeit in der Megametropole Tokyo, das alltägliche Sterben.
Ernste Themen, die Milena Michiko Flašar heiter in ihrem Roman beschreibt.
Mit Auszügen aus „Oben Erde, unten Himmel“ und japanischen Beobachtungen des Reiseschriftstellers Pico Iyer. Dazu Gespräche mit der Ober-Olmer Försterin Leonie Münzer, die in Japan studiert hat und mit dem Geiger Naoya Nishimura, der über Leben und Ausbildung in Tokyo sprach und außerdem seine Geige auspackte. Eine kleine japanische Kostprobe rundete die Veranstaltung ab.

Gespräche
MAINZ LIEST EIN BUCH – Eröffnung im Staatstheater
Mainz liest e.V. in Kooperation mit dem Staatstheater Mainz | Altstadt
Mainz liest ein Buch ging vom 7. bis zum 14. Juni 2026 in die dritte Runde! Zum Auftakt lud der Verein Mainz liest e. V. ins Kleine Haus des Staatstheaters zu einer Veranstaltung mit Milena Michiko Flašar ein.
Die Autorin las aus ihrem Roman „Oben Erde, unten Himmel“ und im Gespräch mit der Moderatorin und Autorin Sarah Beicht lernten wir die diesjährige Festivalautorin kennen.
Musikalisch begleitet wurde der Abend mit Stücken des japanischen Komponisten Ryūichi Sakamoto, gespielt von Samuel Hogarth.
(Wie gut) kennt ihr eure Nachbarn?
Seite36 | Gonsenheim
In „Oben Erde, unten Himmel“ dreht sich vieles um Einsamkeit, das Alleinsein, das sich im Laufe des Romans in ein Zusammensein wandelt. Aber wie geschieht das? Was wissen wir eigentlich von den Menschen, mit denen wir den Lebensraum teilen? Was sind eure ersten Gedanken über Personen auf der Straße oder im Nachbarhaus?
Vera Stölzel-Hegemann lieh ihre Stimme und las ein paar prägnante Stellen aus dem Roman. Zwischendurch ging man gemeinsam in den Austausch über verschiedene Möglichkeiten des Kennenlernens.
NOKAN – Die Kunst des Ausklangs
CAPITOL | Altstadt
Es gibt kaum etwas auf der Welt, das Daigo lieber tut, als Musik zu machen, aber leider kann er damit nicht sein Geld verdienen – zumindest nicht mehr. Denn gerade erst hat der leidenschaftliche Cellist seine Anstellung beim Orchester verloren und muss nun notgedrungen mit seiner Frau Mika in seine Heimat zurückkehren und sich hier einen neuen Job suchen. Hoffnungsvoll meldet er sich schließlich auf die Anzeige eines „Reiseanbieters“, doch leider ahnt er dabei nicht, dass er es dabei nicht etwa mit schönen Stränden und fernen Ländern zu tun bekommt, sondern mit der letzten, der allerletzten Reise.
Sondervorführung des Oscar-Gewinners (bester internationaler Film) im Rahmen von Mainz liest ein Buch mit anschließendem Themengespräch mit der Autorin des diesjährigen Buchs, Milena Michiko Flašar („Oben Erde, unten Himmel“).
Alleinstehend. Mit Hamster. Einsam leben, einsam sterben? Ein Gespräch über „Kodokushi“ (den „einsamen Tod“) und andere japanische Gesellschaftsphänomene
Erlesenes & Büchergilde; Nimmerland Kinderbuchhandlung; Seite36; Leibniz-Zentrum für Archäologie | Altstadt
„Alleinstehend. Mit Hamster“, so beschreibt sich die junge Protagonistin Suzu in Milena Michiko Flašars Roman „Oben Erde, unten Himmel“ – und heuert in einer Firma an, die sich um die Wohnungen von Menschen kümmert, die einen einsamen Tod gestorben sind.
Durchzieht denn die Einsamkeit die gesamte japanische Gesellschaft?
Im Gespräch mit Moderatorin Malu Schrader erzählte Milena Michiko Flašar, welche gesellschaftlichen Themen sie beschäftigen und wie sie diese in ihren Büchern verarbeitet. Wie gelingt es ihr bei diesen schweren Themen, mit ihrem Roman gleichzeitig auch Humor und Leichtigkeit zu transportieren?
Ein Gespräch, das Einsamkeit, Abschiedsrituale und das Ende des Lebens, aber auch die tröstende Kraft der Gemeinschaft in den Blick nahm.
Das LEIZA bot im Nachgang an die Lesung einen archäologischen Einblick in Abschiedsrituale und Erinnerungskultur in zeitlich und räumlicher Perspektive.

Lesekreise
Im Nimmerland um 8 – Literaturkreis
Nimmerland Kinderbuchhandlung | Gonsenheim
Im Nimmerland um 8 – Unser Lesekreis für Mütter, Väter und alle, die Literatur lieben. Milena Michiko Flašar: Oben Erde, unten Himmel.„Alleinstehend. Mit Hamster“, so beschreibt sie sich selbst. Suzu lebt in einer japanischen Großstadt. Unscheinbar. Durchscheinend fast. Der neue Job aber verändert alles. Ein umwerfender Roman über Nachsicht, Umsicht und gegenseitige Achtung. Vom 7.-14. Juni 2026 war Frau Flašar mit diesem Buch unser Gast beim Literaturfestival Mainz liest! Damit alle gut vorbereitet in die Aktionswoche gehen konnten, wurde schon mal vorneweg der Roman diskutiert.
Mainz liest ein Buch – Austausch im Nachbarschaftscafé MaLuKi
Alda Flaspöhler-Pregitzer (Quartiersmanagerin) | Hartenberg
Im Nachbarschaftscafé MaLuKi wurden Abschnitte aus dem Buch „Oben Erde, unten Himmel“ gelesen – ganz nach dem Motto: „Die Nachbarschaft liest ein Buch.“ Dabei wurde auf Themen wie Einsamkeit, Gemeinschaft und Sterben eingegangen und sich darüber ausgetauscht, was beim Lesen besonders berührt hat.
Mainz liest ein Buch. Nieder-Olm und BiNO auch
BiNO – Bücher in Nieder-Olm | Nieder-Olm
Mainz las ein Buch und BiNO in Nieder-Olm war dabei. Es wurde zum offenen Gedankenaustausch über das Buch geladen und es wurde sich über anregende Gespräche gefreut.
Jeder war willkommen die eigenen Leseeindrücke zu schildern – oder einfach nur zuzuhören.
Literaturkreis zu Milena Michiko Flašars „Oben Erde, unten Himmel“
Bücherei am Dom | Altstadt
Im Rahmen der stadtweiten Aktion „Mainz liest ein Buch“ lud die Bücherei am Dom zum Lesekreis ein. Besprochen wurde der Roman „Oben Erde, unten Himmel“ von Milena Michiko Flašar, der 2026 im Mittelpunkt der Mainzer Leseaktion stand. Der poetische Text erzählt von Verlust, Einsamkeit und der Kraft leiser Begegnungen – Themen, die sich besonders für den gemeinsamen Austausch eignen.
Unter dem Motto „Zusammen liest man weniger allein“ bot der Lesekreis Raum für unterschiedliche Eindrücke, persönliche Leseerfahrungen und vertiefende Gespräche.
Buchclub!
Erlesenes & Büchergilde | Altstadt
Wer zwischen 18 und 30 Jahren alt war, „Oben Erde, unten Himmel“ gelesen hatte und sich darüber austauschen wollte, war hier richtig. Bei Snacks und Getränken wurde mit Milena Michiko Flašar persönlich über das Festivalbuch gesprochen und gemeinsam in die Geschichte eingetaucht.
„Oben Erde, unten Himmel“ – Leser:innen sprechen über den Roman
KÖB St. Alban | Oberstadt
Die Teilnehmenden waren eingeladen, über ihre persönliche Leseerfahrung mit dem Roman zu berichten. Im Anschluss daran diskutierte die Runde über die daraus resultierenden Themen sowie über den Stil des Romans.

Lesungen
Mainz liest – auch in Frankfurt – aus „Oben Erde, unten Himmel“ von Milena Michiko Flašar
Michael Bohl | Frankfurt
„Man muss nicht alt sein, um zu sterben, und um einsam zu sein, braucht es keinen Buckel.“
Dies ist einer von vielen Sätzen, die Herr Sakai, eine der beiden Hauptpersonen des Romans, seinen Kolleg:innen mit auf den Weg gibt, als sie ihrer Tätigkeit der Leichenfundortreinigung bei sogenannten Kodokushi-Fällen nachgehen, einsamen Todesfällen von sozial isolierten Menschen. Die zweite Hauptperson, Suzu, lebt, obwohl noch eine junge Frau, äußerst zurückgezogen mit ihrem Hamster in einer japanischen Großstadt. Eher durch Zufall gerät sie an Herrn Sakais Firma, und von dort an beginnt keine wilde Schussfahrt, sondern ein langsames Herantasten an ihr eigenes Leben, die Menschen um sie herum, die Umgebung, in der sie lebt und vor allem an die Würde aller, ob Lebende oder Verstorbene.
Ein Buch wie ein Plädoyer für ein Miteinander und Zuwendung.
Ein Abend mit Milena Michiko Flašar: Lesung und Gespräch
Öffentliche Bücherei – Anna Seghers | Neustadt
Die Öffentliche Bücherei – Anna Seghers lud herzlich zur Lesung mit anschließender Diskussionsrunde ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand Milena Michiko Flašar mit ihrem Buch „Oben Erde, unten Himmel“. Auf heitere Weise behandelt der Roman die Themen Einsamkeit und Tod und erzählt die Geschichte von Suzu, welche für eine Reinigungsfirma arbeitet, die Wohnungen verstorbener Menschen säubert.
Die Autorin las persönlich aus ihrem Werk vor und trat anschließend in den offenen Austausch mit den Besuchenden. Die Veranstaltung bot Raum für anregende Gespräche, Fragen und die gemeinsame Auseinandersetzung mit den Themen des Buches. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Thomas Schröder, Literaturwissenschaftler und Geschäftsführer des Cardabela Buchladens.
Ein guter Abschied? Der Blick auf das Lebensende in der Literatur
Mobile Bücherei Mainz; Wissenschaftliche Stadtbibliothek | Altstadt
Im Roman „Oben Erde, unten Himmel“ werden Sterbefälle geschildert, die die Sterbeortreiniger:innen bei ihrer Arbeit rekonstruieren oder an eigene Erlebnisse erinnern. Dabei werden den Leser:innen auch die individuellen Vorgeschichten dieser einsamen Tode nähergebracht.
In der Veranstaltung wurden einzelne Fälle aufgegriffen und in spannenden Dialog mit Ausschnitten anderer Werke der Literatur gesetzt. Wo finden sich Parallelen – und wo liegen ganz andere Perspektiven?
Es wurde rder Frage nachgegangen: Wie gehen die Protagonist:innen mit ihrem bevorstehenden Ende um? Wie bereiten sie sich darauf vor, und erhalten sie fürsorgliche Unterstützung durch ihr Lebensumfeld?
Eine abwechslungsreiche Reise durch die Literatur – berührend, nachdenklich und inspirierend.
Im Anschluss an den literarischen Teil der Veranstaltung stellte der Verein Mobile Bücherei Mainz e.V. in einer kurzen Präsentation seine Arbeit vor, deren Aufgabe darin besteht, Senior:innen am literarischen Leben teilhaben zu lassen und ihnen Wege aus der Einsamkeit zu eröffnen.
„Oben Erde, unten Himmel“: Ein literarischer Dinnerabend!
WILLICHS Restaurant | Neustadt
Lesung mit kulinarischer Begleitung in mehreren Gänge der levantischen Küche. Inkl. Getränkebegleitung.
Origami-Lesung
Die Kulturei | Oberstadt
Zwischen den Zeilen gefaltet – hier verschmolzen Literatur und Origami zu einem lebendigen Wechselspiel: Verschiedene Mainzer Stimmen lasen ausgewählte Passagen aus „Oben Erde, unten Himmel“ von Milena Michiko Flašar – und nach jedem Abschnitt wurde das Gehörte gemeinsam in Papier übersetzt.
Unter Anleitung entstanden Schritt für Schritt Origami-Figuren, die zentrale Motive des Romans aufgriffen. So wurde das Falten selbst zum erzählerischen Moment: ruhig, konzentriert, beinahe meditativ. Aus einem einfachen quadratischen Blatt Papier entwickelten sich filigrane Origami-Figuren, die Themen wie Einsamkeit, Vergänglichkeit und leise Hoffnung sichtbar machten.
Ein Abend zum Zuhören, Mitmachen und für neue Perspektiven.
Marathon-Lesung im Atelier Christiane Schauder
Atelier Christiane Schauder; Minas | Altstadt
Ein Buch – viele (Vor)leser. Mehr als 20 bekannte Mainzerinnen und Mainzer gaben sich das Staffelholz in die Hand und lasen vor, das ganze Buch – kondensiert im zehn Minuten Abstand, und begleitet von Kana Takeuchi am Flügel mit japanischen Klängen, vor allem von Ryūichi Sakamoto (z. B. der Filmmusik aus Furyo – Merry Christmas Mr. Lawrence). Dabei waren Marianne Grosse, Anke Sevenich, Klaus Köhler, Martin Seidler und viele andere.

Workshops
Literatur sichtbar gemacht: Manga-Schülerwerkstatt zu „Oben Erde, unten Himmel“
Akadmie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz; IGS Europa | Oberstadt
In Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz fand mit Schüler:innen der IGS Europa ein kreativer Manga-Workshop statt. Ausgehend von ausgewählten Szenen aus „Oben Erde, unten Himmel“ wurde erkundet, wie Literatur in visuelle Dramaturgie übersetzt werden kann: Welche Momente eignen sich für starke Szenenwechsel? Wie lassen sich Gefühle, Spannung und Perspektiven im Manga sichtbar machen?
Die Jugendlichen setzten zentrale Textpassagen Schritt für Schritt in Manga-Seiten um. Angeleitet von der Illustratorin Nina Hable, erarbeiteten sie ein Manga von der ersten Skizze bis zur ausgearbeiteten Sequenz und verbanden so genaues Lesen mit künstlerischem Erzählen.
Den Abschluss bildete eine Präsentation der entstandenen Arbeiten für Eltern und Lehrkräfte.
„Oben Erde, unten Himmel“ – Kanji drucken
Gutenberg-Museum | Altstadt
Im Druckladen des Gutenberg-Museums konnten Besucher:innen ausgewählte japanische Schriftzeichen (Kanjis) drucken, die auch im Roman „Oben Erde, unten Himmel“ vorkommen. Gemeinsam mit dem museumspädagogischen Team entstanden kleine Drucke mit großer Bedeutung: Jedes Kanji erzählte eine eigene Geschichte – und wurde von Hand auf Papier gebracht.
Ein kurzer Einstieg erklärte Zeichen, Bedeutung und Drucktechnik – dann ging es direkt an die Presse. So entstand ein persönliches Andenken an „Mainz liest ein Buch“ und an die faszinierende Welt der Schriftzeichen.
„Oben Erde, unten Himmel“: Milena Michiko Flašar liest für Schüler:innen des Otto-Schott-Gymnasiums
Otto-Schott-Gymnasium Gonsenheim in Kooperation mit Mainz liest e.V. | Gonsenheim
Eine Lesung mit einer Autorin in einer Schule gehört zu den besonderen Erlebnissen für Schüler:innen. Besonders in der Oberstufe öffnet sich der Blick auf zeitgenössische Literatur, die durch das Erleben einer Lesung und die Begegnung mit einer Autorin speziell an die jungen Leser:innen vermittelt werden kann. Wir freuen uns deshalb besonders, dass Milena Michiko Flašar am Otto-Schott-Gymnasium aus ihrem Mainz-liest-Buch „Oben Erde, unten Himmel“ las und mit den Schüler:innen ins Gespräch kam. Die Autorin berichtete aus ihrem Schaffensprozess, stellte sich den Fragen der Schüler:innen und zeigte, wie lebendig und bunt moderne Literatur sein kann.
Die Kraft der gemeinsamen Mahlzeit – Bentōs am KSP
Buchclub Karoline-Stern-Platz | Altstadt
Essen ist in „Oben Erde, unten Himmel“ ein wiederkehrendes Thema. Suzu, die sich zu Beginn eher notgedrungen ernährt, wird im Laufe des Romans immer häufiger Teil einer Gemeinschaft, die zusammen gutes Essen (und Whisky) zelebriert und somit sowohl den Körper als auch Geist und Seele nährt.
Davon ließ sich der KSP-Buchclub und lud zum gemeinsam kochen und genießen ein. Im Bewohnercafé am Karoline-Stern-Platz wurden japanische Bentō-Boxen zubereitet. Die Komponenten dieser Box waren vegetarisch und vegan.
Bentōs werden traditionell in Japan zum Mitnehmen zubereitet. Hier wurde aber nach der Zubereitung – im Geiste des Romans – gemütlich zusammengesessen und gegessen. Die Box diente jedoch als Inspiration für zukünftige Mittagessen oder Picknicks unterwegs.
Spuren in Blau – Cyanotypie an der Eselweide
Esel im Wald Ober-Olm | Ober-Olm
„Was bleibt, wenn alles geht? Vielleicht ein Abdruck. Eine Spur.“
Zwischen Himmel und Erde – Spuren in Blau war eine künstlerische Veranstaltung, die Esel, Natur, Literatur und Cyanotypie verband. Inspiriert vom Roman, gestalteten die Teilnehmenden auf der Eselweide eigene Cyanotypien. Bei diesem fotografischen Verfahren entstanden mithilfe von Sonnenlicht und Naturmaterialien charakteristische blau-weiße Bildspuren. Vor Ort wurden Blätter, Blüten und Gräser gesammelt und auf lichtempfindlichem Papier arrangiert. Durch Belichtung und Entwicklung entstand ein individuelles, poetisches Bild.
Zitate und thematische Impulse aus dem Roman begleiteten und vertieften den gestalterischen Prozess.
Koschel und Stahl: Workshop und Performance RESONANCE
Koschel und Stahl (Nora Koschel und Christine Stahl) | Oberstadt
In einer Welt, die von Dichtestress geprägt ist, ziehen sich immer mehr Menschen zurück – in ihre eigenen vier Wände, in ihre Gedanken, in die Stille. Doch die Einsamkeit wird schnell zum Käfig. Die Sehnsucht nach dem Gegenüber, dem Wieder-in-Beziehung-Treten führt zu einem Aushandlungsprozess.
RESONANCE spürte diesem Zustand nach: dem Bedürfnis, sich zu verkriechen, und der Sehnsucht, wieder gehört, gesehen, berührt zu werden. Zwischen Musik, Körper, Bewegung und Publikum entstand ein Dialog – ein Widerhall, eine Beziehung zwischen Innen- und Außenwelt.
Im 30-minütigen Workshop wurden die Kröper der Gäste in Bewegung gebracht und gespürt, wie die Körper in Resonanz traten – eine spielerische Einstimmung auf die Performance.
Letzte-Hilfe-Kurs. Das kleine 1×1 der Sterbebegleitung
Familien-Servicebüro der JGU; Mainzer Hospizgesellschaft Christophorus e.V. | Bretzenheim
„Oben Erde, unten Himmel“ erzählt von Kodokushi, von Todesfällen, die lange Zeit von niemandem bemerkt werden – und das mitten in der Großstadt.
Milena Michiko Flašars Roman ist eine Reflexion über zwischenmenschliche Beziehungen, über Nähe und Distanz und über soziale Verantwortung. Der Letzte-Hilfe-Kurs vermittelte Grundwissen, das dazu ermutigen sollte, andere in den letzten Stunden ihres Lebens zu begleiten.
Es wurde über die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens gesprochen, mögliche Leiden als Teil des Sterbeprozesses thematisiert und wie wir diese lindern können und es wurde sich mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmachten beschäftigt. Gemeinsam wurde auch überlegt, wie man Abschied nehmen kann.
Einsamkeit verstehen – Begegnung erleben
Begegnungszentrum im Caritas-Haus St. Rochus | Mombach
Einsamkeit betrifft viele – oft leise, oft unsichtbar.
In Flašars Roman entstehen Verbindung und Nähe langsam – ein Impuls für den Workshop.
Neben einem kurzen theoretischen Einblick in die Thematik wurde Einsamkeit enttabuisiert und reflektiert mit dem Ziel zu erfahren, was für uns selbst echte Verbindung ausmacht.
Heraus aus der Einsamkeit / Hinein in gemeinsames Tun
TrauerWege e.V. Mainz | Neustadt
Da das Buch „Oben Erde, unten Himmel“ 2026 im Fokus stand und einerseits von den Themen Tod, Trauer, Leben, Würde und Ehrfurcht handelt, andererseits aber auch von den Themen Einsamkeit und soziale Isolation, wurde im Rahmen des Festivals entschieden, das Thema Einsamkeit in den Blick zu nehmen.
Die Initiatorinnen von Mainz Talking und Walking wurden eingeladen, die von Ihrer Initiative erzählten. Längst geht es nicht mehr nur um „Girls“, inzwischen haben sich viele verschiedene Untergruppen gebildet, die gemeinsam spazieren gehen und ins Gespräch kommen. Danach wurde begonnen, gemeinsam unter Anleitung kleine Schals zu stricken – Trostschals, gegen Kälte von innen und außen. Während des Strickens wurden Textpassagen aus dem Buch vorgelesen.
Eltern.Kinder – Generationenübergreifende, fördernde Kommunikation
Lesekreis Mombach Brigitte Gebhart | Mombach
Die jetzt heranwachsenden Jugendlichen leben in einer anderen Gesellschaft als ihre Eltern. Welche Einflüsse haben Schule, Freunde, soziale Netzwerke, KI und Politik? Tradition und gesellschaftliche Erwartungen der Eltern werden als Korsett empfunden. Der Alltag der Eltern ist voll mit Verpflichtungen, Arbeit und Stress. Aus Angst vor Konflikten werden klärende Gespräche oft vermieden.
In einem anregenden Erfahrungsaustausch haben die Teilnehmenden an diesem Nachmittag erfahren, wie das Loslassen der Kinder für beide Generationen harmonisch, respektvoll und in gegenseitiger Achtung und Toleranz gelingen kann.
Zusammen ist Collage am schönsten!
CollageMayence | Neustadt
Im Collage Workshop wurden zwischenmenschliche Beziehungen durch die bunte Welt der Schnipsel betrachtet. Im Buch „Oben Erde, unten Himmel“ stellt Suzu die Beziehungen zu ihren Mitmenschen häufig in Frage, hat sie doch oft keine Lust, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Und doch reflektiert sie ihre Verbindungen sorgfältig und intensiv.
Um dieses innere Chaos auszudrücken, ist die Technik der Collage das ideale künstlerische Medium. Sie erlaubt uns, zwischenmenschliche Emotionen und Gefühle durch Farben, Muster, Formen auf eine detaillierte, aber auch abstrakte Weise darzustellen.
HÖREND ZEICHNEN, ZEICHNEND TRÄUMEN. Ein Zeichen-Workshop für Auge und Ohr mit Lesung & Ausstellung
LINEATUREN_Schule für Zeichenkunst | Altstadt
Die junge Schauspielerin Marisa Lacatena las Ausschnitte aus dem Roman von Milena Michiko Flašar. Während sie las, durfte gezeichnet werden. Festgehalten werden konnten die Lesende selbst, das Gehörte, Stimmungen und innere Bilder.
Zwei Zeichen- und Hörsessions à 30 Minuten luden zum konzentrierten Zeichnen und freien Assoziieren ein, unterstützt durch Impulse der Zeichenschulleiterin Susanne Maier-Staufen.
Eine Pause, Getränke und Snacks.
Auch ohne Workshop-Ticket war man willkommen: Zum Zuschauen und Zuhören. Außerdem erwartete die Gäste eine Ausstellung von Zeichnungen von S. Maier-Staufen, die zum Roman entstanden sind.
Galerie












































































































Orgateam

Miriam Adriaansz-Stähler
Ich freue mich sehr, dass mich das Team von „Mainz liest“ so herzlich aufgenommen hat. Es ist faszinierend zu erleben, wie aus einem einzelnen Buch ein ganzes Lesefest mit Gesprächen, Aktionen und Begegnungen entsteht. Denn in „Mainz liest ein Buch“ stecken viel Herzblut, Kreativität und Teamgeist.
An „Oben Erde, unten Himmel“ berührt mich besonders die stille, zugleich hoffnungsfrohe Atmosphäre der Geschichte. Für mich erzählt das Buch von der Einzigartigkeit Einzelner und davon, wie sie sich zur Gemeinschaft öffnen.

Michael Bohl
Bei Milena Michiko Flašar ist irgendwie alles anders. Hamster ersetzen den Partner, Gummidrops werden geklaut um im Gefängnis nicht der Tochter zur Last zu fallen und das Bewerbungsgespräch bei einer Putzfirma wird zum Auftakt einer „Karriere“ als Leichenfundortreinigerin.
Flašar zeigt, woran es uns so oft fehlt. Einer führenden Hand voller tiefster Menschlichkeit, der jeder Mensch, auch über seinen Tod hinaus, ein Mensch mit ganz eigener Würde ist.

Anja Brauers
Es macht mich sehr glücklich, dieses wunderbare Buch in Mainz ins Rampenlicht gerückt zu sehen. Die Geschichte rund um Fräulein Suzu kommt so leicht daher und gleichzeitig wird man als Leser:in Zeug:in einer tiefen Verwandlung.
Was die Mainzer:innen daraus machen, ist im Programmheft zu bestaunen!

Ute Friedrich
Hallo, ich bin Ute und ich bin seit diesem Jahr im Orga-Team von „Mainz liest“.
Das Festival und das Buch „Oben Erde, unten Himmel“ sind sehr gute Gründe, um in Mainz dabei zu sein!
Wir treffen uns, oder?!

Uli Kleinen
Hej! Ich bin Uli und ich betreibe gemeinsam mit Andrea die Seite36 in Gonsenheim.
Bei „Mainz liest“ bin ich seit Beginn dabei und total happy, dass jedes Festival das beste zu werden verspricht 🤗 Es sind auch dieses Jahr wieder so viele tolle Veranstaltungen angekündigt, dass ich für die Woche im Juni am liebsten ein paar Klone zur Verfügung hätte, um sie alle zu besuchen!
Ach ja, und „Oben Erde, unten Himmel“ kopfüber zwischen Himmel & Erde zu lesen, ist natürlich das i-Tüpfelchen 🙃

Sven Lohnke
Schatzmeister
Ich bin Sven, bei „Mainz liest“ als Kassenwart für den notwendigen Papierkram zuständig. Das Festivalbuch zeigt echtes Leben in zwei Aspekten, über die man selten redet: Tod und Einsamkeit. Eine wunderbare Geschichte mit einem (und das ist mir sehr wichtig) Happy End. Trotz aller Wahrhaftigkeit ein richt schöner Roman für das diesjährige „Mainz liest ein Buch“. Meine Empfehlung: Besucht die Veranstaltungen der Woche, es wird spannend und interessant. Und: Herzlich willkommen Milena Michiko Flašar!

Silke Müller
Vorstandsvorsitzende
Hi! Ich heiße Silke Müller und bin Inhaberin der Buchhandlung Erlesenes & Büchergilde und von Anfang an bei „Mainz liest ein Buch“ dabei.
Es ist so toll zu sehen, wir großartig sich das Festival entwickelt. Die Mainzer:innen haben sich beim diesjährigen Programm selbst übertroffen. Es wird über 40 Veranstaltungen geben.
In ihrem Grußwort schreibt die diesjährige Festivalautorin Milena Michiko Flašar, dass sich sich darauf freut, mit uns die Freundlichkeit zu feiern, das Miteinander, das durch Literatur entsteht. Und genau das ist das Tolle am Konzept: das Programm wird gemeinsam gemacht, jede*r kann etwas beitragen. Ihr könnt eine Veranstaltung anbieten, natürlich das Buch lesen, ein Haiku schreiben oder eine der vielen Lesungen, Workshops oder Literaturkreise besuchen. Gemeinsam feiern wir die Literatur!

Petra Schweitzer
Mein Name ist Petra Schweitzer und ich bin Teil des Orgateams von „Mainz liest“. Ich habe den Roman „Oben Erde, unten Himmel“ von Milena Michiko Flašar mit viel Interesse gelesen, da mich die japanische Kultur grundsätzlich sehr fasziniert.
Und nun bin ich gespannt zu erfahren, welche Themen, Ideen und Figuren die Mainzerinnen und Mainzer darin am meisten begeistert haben.

Andrea Steiner
Beisitzerin
Hallo, ich bin Andrea und habe zusammen mit Uli die Seite36 in Gonsenheim.
Es freut mich total, schon von Anfang an dabei zu sein und zu sehen, wie sich alles weiterentwickelt.
Und es ist schön mitanzusehen, wie immer mehr Menschen mitmachen und dabei sein möchten!
Zwischen Kindern und Buchhandlung lese ich „Oben Erde, unten Himmel“ und freue mich sehr auf die Festivalwoche!

Ina Weckop
Schriftführerin
Mein Name ist Ina Weckop und ich bin im Orgateam von “Mainz liest ein Buch”. Das Lesefest begeistert mich, weil es Menschen unterschiedlichster kultureller und sozialer Sparten zusammenbringt und man jedes Mal so viele interessante, neue Leute kennenlernt. Dass der diesjährige Roman „Oben Erde, unten Himmel“ sich genau darum dreht, darum, nicht nur nebeneinander, sondern auch miteinander (und füreinander) zu leben und in Kontakt mit seinen Mitmenschen zu treten, macht unser Lesefest für mich dieses Mal ganz besonders reizvoll. Ich freue mich jetzt schon wieder auf eine Woche mit vielen großartigen und bunten Veranstaltungen sowie auf die Begegnungen und Gespräche, die mich und uns alle erwarten.

Karin Wolfgang
Ich bin Karin Wolfgang, arbeite in der Buchhandlung Nimmerland und bin Mitglied im Verein „Mainz liest“.
Fast wäre ich letztes Jahr nach Japan gereist, deshalb freut es mich umso mehr, dass mit Frau Flašar und ihrem wunderschönen Roman auch ein Stück Japan zu uns nach Mainz kommt!
Es wird wieder ein tolles Veranstaltungsprogramm geben, so viele Menschen haben sich Gedanken gemacht, wie man Literatur ganz unterschiedlich erleben kann.
Ich freue mich auf neue Begegnungen und Gespräche mit Menschen, die ich sonst vermutlich nie kennenglernt hätte, alle geeint durch ein gemeinsames Buch – großartig ist das!

Josephine Wunderberg
Hallo! Ich bin Josephine, arbeite bei Erlesenes & Büchergilde in der Neubrunnenstraße und bin seit dieser Runde mit in der Arbeitsgruppe von Mainz liest. Die Woche zu „Der Sprung“ 2024 hat mir so viel Spaß gemacht, da wollte ich das nächste Festival gleich mitorganisieren. Dass unsere Wahl für das 2026er Buch dann auf „Oben Erde, unten Himmel“ gefallen ist, freut mich ganz besonders, hat mich Milena Michiko Flašar mit ihrer Art zu schreiben und Dinge in Worte zu fassen doch schon bei „Ich nannte ihn Krawatte“ in ihren Bann gezogen. Und den Wagenbach Verlag mag ich auch sehr gerne!
Ich bin begeistert, wie viele tolle Veranstaltungen zusammengekommen sind! Ich hätte mir mal Urlaub nehmen sollen … Aber dafür geht ihr ja zu mindestens allen anderen Veranstaltungen, die ich nicht schaffe, oder?
Freunde und Förderer





mit freundlicher Unterstüztung des Kulturdezernates der Landeshauptstadt Mainz




Veranstalter:innen und Kooperationspartner:innen















































Ein großes Dankeschön außerdem an:
Eugen Krapp
Jochen Geilfuß-Wolfgang
Lars Reichow
Leonie Höckbert
Milena Michiko Flašar
Pit Marquardt
Samuel Hogarth
Sarah Beicht
Susanne Christ
Susanne Lux
Thomas Koch
Vivian Kögler


