
Vortrag und Gespräch des Mainzer Psychoanalytischen Instituts (mpi) und des Landesmuseums Mainz | Altstadt
Zwei sozial isolierte junge Menschen finden durch die unmittelbare Begegnung mit dem Tod – genauer: mit den Hinterlassenschaften einsam Verstorbener – zu einer lebendigen Teilnahme am sozialen Leben. Positive und negative Emotionen sowie zum Teil drastische sinnliche Erfahrungen (riechen, sehen, schmecken, berühren) spielen dabei eine zentrale Rolle. Hilfestellung leistet dabei ihr väterlicher Chef einer Leichenfundortreinigungsfirma. Was zum seelischen Rückzug der jungen Menschen geführt hatte, welche psychischen Abwehrmechanismen – ursprünglich durchaus notwendig zum Selbstschutz – ihre Einsamkeit aufrechterhalten haben und wie sie durch die Auseinandersetzung mit den Wohnungen und Gegenständen der Toten nicht nur diese, sondern auch sich selbst wieder als lebendig erfahren, wollen wir in unserem psychoanalytisch orientierten Vortrag näher untersuchen und mit dem Publikum diskutieren.
Mit dabei
Dr. Ulrike Bastian
Dr. Christa Schneider
Dr. Irina Tavlaridou
Für wen?
Jugendliche, Erwachsene und Senior:innen, die sich für Themen wie Einsamkeit, Tod und Leben interessieren
Di, 09.06.2026 | 20-22 Uhr | Eintritt frei | keine Anmeldung erforderlich
Landesmuseum Rheinland-Pfalz, Große Bleiche 49-51, 55116 Mainz | Zugang barrierefrei


